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Presseberichte zur Saison 98/99 von Ingo Münch
20.09.1998
Mit einem Sieg startete die Oberligamannschaft der Schachfreunde Mainz in die neue Saison
1998/99. Gegen die von der Papierform her favorisierten Gastgeber vom SK Turm Trier
gelang ein deutlicher 5:3 Sieg. Ausschlaggebend hierfür war das gute Abschneiden an den
vorderen Brettern. Zunächst gewann Spiegel seine Partie an Brett vier, nachdem er in der
Zeitnot des Gegners alles auf eine Karte gesetzt, und das Spiel maximal kompliziert hatte. Mit
weniger als einer Minute auf der Uhr unterlief seinem Gegner dann auch der entscheidende
Fehler. Etwas leichter gelangte Widera am dritten Brett zu einem vollen Punkt, da sein Gegner
bereits in der Eröffnung einen Bauern einstellte und den Rest der Partie für eine verlorene
Sache kämpfte. Besonders zu erwähnen ist der erfolgreiche Einstand von Jugendspieler Karst
am ersten Brett. Dieser konnte seinen erfahrenen Gegner sicher schlagen und bewies damit
erneut sein großes Talent. Auch die ebenfalls neu in der Mannschaft spielenden Jugendlichen
Haasler (Sieg an Brett 5) und Kiefer (Remis an Brett 6) feierten einen gelungenen Einstand und
bewiesen somit, daß die Mannschaft trotz der radikalen Verjüngung (Spiegel war an diesem
Tag mit 32 Jahren der "Nestor" der Schachfreunde) nicht schwächer geworden ist.
Nachdem Münch (Brett 2) und Bauer (Brett 7) nach spannendem Verlauf ihre Partien aufgeben
mußten, gelang es Gundlach am achten Brett, eine lange Zeit verlorene Stellung remis zu
halten und somit den 5:3 Endstand herzustellen.
Der nächste Kampf der Schachfreunde findet am 18.10.98 ab 10.00 Uhr in Mainz statt. Gegner
wird die saarländische Mannschaft des SC Winterbach sein (Spielort: Tagungsraum der Neuen
Mensa, Uni Mainz, Staudinger Weg 25). Zuschauer sind herzlich willkommen.
04.10.1998
Licht und Schatten gab es für die beiden Rheinland-Pfalz-Liga-Mannschaften der
Schachfreunde Mainz am Wochenende.
In der ersten Rheinland-Pfalz-Liga gelang der 2. Mannschaft der Schachfreunde gegen den SC
Bellheim ein nie gefährdeter 5:3-Sieg. Durch Siege von Gundlach (Brett 1), Dillmann (4) und
Kranz (7), sowie die Remisen von Noll (3) und Achenbach (8) war man bereits kurz nach der
ersten Zeitkontrolle mit 4:3 in Führung gegangen. Durch eine gute Endspielleistung stellte
Sabel an Brett 5 schließlich den 5:3 Endstand her.
Weniger glücklich agierte die 3. Mannschaft in der 2. Rheinland-Pfalz-Liga. Gegen die etwa
gleich stark eingestuften Gäste aus Frankenthal konnte lediglich Elsen an Brett 1 durch einen
schön herausgespielten Sieg überzeugen. Viele ausgelassene Chancen führten schließlich dazu,
daß man sich mit 2,5:5,5 geschlagen geben mußte.
18.10.1998
Mit einem souveränen 5:3-Sieg gegen den SC Turm Winterbach haben die Schachfreunde
Mainz die Tabellenführung in der Oberliga Südwest übernommen.
Bereits in der Eröffnung gelang es Münch, seinen Gegner an Brett zwei stark unter Druck zu
setzen. Dieser geriet daraufhin in Zeitnot und mußte sich noch vor der ersten Zeitkontrolle
geschlagen geben. Da auch fast alle übrigen mainzer Spieler zu diesem Zeitpunkt über klar
vorteilhafte Stellungen verfügten, war es zu verkraften, daß Bauer an Brett sechs daß
Mißgeschick unterlief, einen taktischen Trick des Gegners zu übersehen, der sofort die Partie
kostete. Nachdem Steinheimer (Brett 7) und Gundlach (8) ihre Vorteile sicher in volle Punkte
umgewandelt hatten, war der Wettkampf praktisch entschieden. Die Remisen von Karst (1),
Widera (3), Spiegel (4) und Kiefer stellten den 5:3 Sieg sicher, der bei besserer
Chancenauswertung auch höher hätte ausfallen können.
02.11.1998
Mit einer unglücklichen Niederlage endete der letzte Spieltag für die zweite Mannschaft der
Schachfreunde Mainz in der 1. Rheinland-Pfalz-Liga. Zunächst hatte Dillmann an Brett sechs
einen Eröffnungsfehler begangen, der von seinem Gegner konsequent ausgenutzt und in einen
vollen Punkt umgewandelt wurde. Diesem Rückstand lief man lange Zeit hinterher. Nach
Remisen von Konrad (Brett 2) Gundlach (3) und Schertz (8), sowie dem Sieg von Steinheimer
(1) sah man dem weiteren Kampfverlauf erstmals wieder optimistisch entgegen, da die
Verluststellung von Göttmann (5) durch die Gewinnstellung von Noll (4) kompensiert wurde
und Sabel eine ausgeglichene Stellung auf dem Brett hatte. Dieser zeigte nach über sechs
Stunden Spielzeit jedoch Nerven und stellte durch einen Fehler die Partie ein. Da die
Begegnungen von Noll und Göttmann den erwarteten Verlauf nahmen, stand für die Mainzer
am Ende die knappe und unnötige 3,5:4,5-Niederlage zu Buche.
25.11.1998
Mit einem 4,5:3,5-Sieg in Siershahn konnte die erste Mannschaft der Schachfreunde Mainz
ihre Tabellenführung in der Oberliga ausbauen.
Den Grundstein für den Sieg legte Stefan Spiegel an Brett 4, der seinen Gegner mit den
schwarzen Steinen souverän überspielte. Wenig später baute Elmar Karst durch seinen Sieg
am ersten Brett die Mainzer Führung aus. Zu diesem Zeitpunkt sah es ganz nach einem hohen
Sieg für die Schachfreunde aus - dann unterliefen jedoch Andreas Haasler (5) und Martin
Bauer (7) in guter Stellung grobe Fehler, die den Wettkampf wieder offen gestalteten. Haasler
gelang es noch, seine Partie remis zu halten, während Bauer, Ralf Widera(3) sowie Daniel
Kiefer (6) aufgeben mußten.
Da Ersatzmann Jürgen Steinheimer seine Partie am achten Brett sicher gewinnen konnte, hing
der Ausgang des Wettkampfes von der Begegnung an Brett 2 ab. Hier kämpfte Ingo Münch
verbissen um den Sieg, den er nach dramatischen Spielverlauf erst nach sieben Stunden und
134 Zügen sicherstellen konnte.
Mit nunmehr 6:0 Mannschaftspunkten liegen die Schachfreunde bereits nach drei Runden einen
vollen Mannschaftspunkt vor dem Zweitplatzierten. Im nächsten Heimkampf (03.12.98, 10
Uhr in der Uni-Mensa) muß man allerdings gegen den Aufstiegsfavorieten antreten, der dann
unbedingt gewinnen muß, um seine Chancen zu wahren.
13.12.1998
Trotz einer Niederlage gegen den SV Koblenz sind die Schachfreunde Mainz Herbstmeister in
der Oberliga Südwest.
Nach drei Mannschaftssiegen in Folge, stand der Kampf gegen Koblenz von Beginn an unter
keinem guten Vorzeichen. Mit Ralf Widera und Thomas Pioch waren gleich zwei
Leistungsträger verhindert, so daß man sich entschloß, den Punkt am dritten Brett kampflos
abzugeben. Zunächst schien es, als ob sich diese Strategie auszahlen würde, da Stefan Spiegel
seinen Gegner an Brett vier schnell überspielen und so zum 1:1 ausgleichen konnte. Dann
wurde es unruhig, als Ersatzspieler Alexander Stegmeier am achten Brett ein spektakuläres
Figurenopfer anbrachte, welches sehr vielversprechend aussah. Sein Gegner, der auf eine
langjährige Bundesligaerfahrung zurückgreifen konnte, fand jedoch noch eine
Verteidigungsmöglichkeit und gewann schließlich die Partie. Danach lief nicht mehr viel für die
Schachfreunde zusammen. In Zeitnot verloren Elmar Karst (Brett 1), Andreas Haasler (5)
sowie Martin Bauer (7) ihre Partien, wonach Koblenz vorzeitig als Sieger feststand. Trotzdem
wurde an den restlichen Brettern noch mit vollem Einsatz weitergekämpft, da am Ende der
Saison auch die Brettpunkte entscheidend sein können. Daniel Kiefer (6) einigte sich
schließlich auf ein Remis, während es Ingo Münch (2) gelang, gegen seinen Gegner - einen
internationalen Meister - zu gewinnen und somit die Niederlage in einem erträglichen Rahmen
zu halten.
Die Tabelle in der Oberliga Südwest wird nunmehr gemeinsam von den Schachfreunden Mainz
und dem SV Koblenz mit 6:2 Mannschaftspunkten angeführt.
10.01.1999
Mit einem deutlichen 5,5:2,5-Auswärtserfolg gegen Altenkirchen eroberten die Schachfreunde
Mainz die alleinige Tabellenführung in der Oberliga Südwest zurück, da die bisher
punktgleichen Koblenzer ihren Kampf gegen Ludwigshafen verloren. Dabei sah es kurz vor der
ersten Zeitkontrolle alles andere als gut für die Mainzer aus, da Andreas Haasler (Brett 4),
Martin Bauer (6), Muichael Gundlach (7) sowie Markus Dillmann (8) objektiv allesamt auf
Verlust standen. Nachdem Ingo Münch an Brett 2 dann auch noch seine Gewinnstellung zum
Remis verdorben hatte, war der Wettkampf eigentlich zugunsten der Westerwälder
entschieden. Den Sieg vor Augen wurden die Spieler aus Altenkirchen allerdings nervös und
produzierten einen Fehler nach dem anderen, so daß Michael Gundlach und Markus Dillmann
ihre Partien sogar noch gewinnen konnten. Da Stefan Spiegel (3) und Daniel Kiefer (5) ihre
Partien in der Zwischenzeit souverän gewonnen hatten, stand es bereits 4,5:2,5 für die
Mainzer. Den Erfolg komplettierte Elmar Karst (1), der eine ebenfalls schlechtere Stellung in
Zeitnot des Gegners noch "umbiegen" konnte und den vollen Punkt einfuhr.
Nach fünf von neun Runden liegen die Schachfreunde Mainz nunmehr mit 8:2
Mannschaftspunkten an der Tabellenspitze der Oberliga Südwest. Mit nur einem Punkt
Rückstand folgen jedoch Thallichtenberg, Siershahn und Trier, so daß das Saisonfinale einige
Spannung verspricht.
Bereits am 31. Januar empfangen die Schachfreunde in einem Heimspiel die Schachspieler aus
Remagen, in deren Reihen sechs internationale Titelträger spielen. Der Ausgang dieses
Kampfes wird zeigen, ob man weiter um den Aufstieg in die zweite Bundesliga mitspielen
kann. Zuschauer sind herzlich eingeladen (Spiellokal: Tagungsraum der Neuen Mensa, 1. OG,
Uni Mainz, Staudinger Weg 25 - Spielbeginn: 11.00 Uhr)
10.02.1999
Durch eine deutliche 2,5:5,5-Niederlage gegen Remagen verloren die Schachfreunde ihre
Führungsposition in der Oberliga Südwest. Obwohl die Gäste aus Remagen den Punkt an Brett
8 kampflos abgaben, gelang es den Mainzern nie, den Wettkampf offen zu gestalten. Gegen die
Internationalen Meister Berov und Srokowski mußten sich Karst und Münch an den vorderen
Brettern geschlagen geben. Obwohl Stefan Spiegel an Brett 4 gegen Ott, den dritten
Internationalen Meister in Diensten der Gäste, lange besser stand, reichte es am Ende für ihn
nur zu einem Remis. Nachdem abzusehen war, daß sowohl Widera (Brett3), Pioch (5) und
Kiefer (7) ihre Partien verlieren würden, stellte der schöne Sieg des Jugendspielers Haasler
gegen den Fide-Meister Busch lediglich eine kosmetische Verbesserung des Spielstandes dar.
Durch diese Niederlage fielen die Schachfreunde in der Tabelle auf den zweiten Rang zurück,
den sie sich mit drei weiteren Mannschaften teilen müssen. In den verbleibenden drei Runden
haben damit fünf Teams noch etwa gleichwertige Aufstiegschancen, während alle übrigen
Mannschaften gegen den Abstieg kämpfen müssen.
Ebenfalls verloren hat die zweite Mannschaft der Schachfreunde in der 1. Rheinland-Pfalz-
Liga. Gegen den Aufstiegsfavoriten aus Bann hatte mein keine Chance, auch wenn es
Steinheimer am 1. Brett gelang, den Internationalen Meister Mozny in einer schönen Partie zu
besiegen. Insgesamt ging der Wettkampf jedoch mit 2,5:5,5 verloren.
06.03.1999
Die Schlußphase in der Oberliga Südwest bleibt weiterhin spannend. Die Schachfreunde Mainz
mußten am Wochenende gegen die Mannschaft aus Ludwigshafen antreten, die momentan
gegen den Abstieg ankämpft. Da die Schachfreunde noch Aufstiegschancen besitzen, wurden
alle Partien kompromißlos angelegt. Zunächst sah es so aus, als ob die Gastgeber aus
Ludwigshafen auf einen deutlichen Sieg zusteuern würden, da die Mainzer fast allesamt sehr
schlecht aus der Eröffnungsphase herauskamen. Einzig Haasler an Brett 7 stand von Beginn
an besser und sorgte für einen klaren Sieg. Nachdem Markmann, der nach einjähriger
Spielpause seine erste Turnierpartie bestritt, am zweiten Brett gegen den Fide-Meister Bruch
ein Remis erreicht hatte, schienen alle übrigen Mainzer auf Verlust zu stehen. Tatsächlich
gingen die Partien von Münch (Brett3), Pioch (6) und Kiefer verloren, so daß es
zwischenzeitlich 3,5:1,5 für die Gastgeber stand. Den Sieg vor Augen, fingen die
Ludwigshafener allerdings an, nervös zu werden. Zunächst konnte Karst an Brett 1 seine
eigentlich verlorene Stellung gewinnen. Danach gelang es auch noch Spiegel (5), seiner zuvor
völlig hoffnungslosen Stellung eine Wendung zu geben und zum 3,5:3,5 auszugleichen. Damit
lief nur noch die Partie von Widera (4), der bereits seit Stunden eine völlig passive Stellung zu
verteidigen hatte. Er nutzte jedoch die erste sich ihm bietende Möglichkeit, unter Materialopfer
die Initiative zu ergreifen. In völlig unklarer Stellung einigte er sich auf Remis, was den 4:4
Endstand sicherstellte.
Trotz dieses Punktverlustes befinden sich die Schachfreunde weiterhin auf dem geteilten
zweiten Platz und haben noch Chancen auf den Aufstieg in die zweite Bundesliga.
Völlig anders sieht die Zielsetzung der zweiten Mannschaft der Schachfreunde aus. Diese
verlor am Wochenende mit 2,5:5,5 klar gegen Kettig und muß nun aufpassen, daß sie nicht in
den Abstiegsstrudel gerät.
21.03.1999
Am Wochenende trafen in der ersten Rheinland-Pfalz-Liga die Mannschaften der
Schachfreunde Mainz und des TSV Schott aufeinander. Dieses ohnehin schon prestigeträchtige
Lokalderby gewann zusätzlich an Spannung, da Schott im Falle eines Sieges noch in die
Oberliga aufsteigen konnte, während die Schachfreunde bei einer Niederlage mitten im
Abstiegsstrudel stecken würden. So verwunderte es nicht, daß beide Mannschaften nahezu in
Bestbesetzung antraten.
Zunächst agierten beide Seiten etwas nervös, so daß sich bereits nach kurzer Spielzeit
Steinheimer gegen Laux (Brett 1) und Dillmann gegen Marten (6) auf ein Unentschieden
einigten. An den verbliebenen sechs Brettern wurde hart gekämpft und das Schlachtenglück
wogte hin und her. Zunächst schienen die Schachfreunde über Vorteile zu verfügen, die sich
jedoch bald schon wieder verflüchtigten. Die Partien Gundlach-Lerch (2), Noll-Wornath (3)
und Stegmeier-Ruch (4) endeten allesamt Remis. Danach sah es so aus, als ob der TSV Schott
die Oberhand behalten sollte, da Sabel am sechsten Brett einen Zug vor der Zeitkontrolle seine
Dame einstellte und sofort aufgab. Nachdem sich auch noch Bauer und Ottstadt (7) nach
langen Kampf remis getrennt hatten, hing alles von der letzten noch laufenden Partie Strebel-
Walter (8) ab. Walter, der lange Zeit klar besser gestanden hatte, vergaß völlig, daß ihm nach
60 Zügen eine halbe Stunde Restbedenkzeit zugestanden hätte. Da er aber glaubte, für den
Rest seiner Partie nur noch wenige Minuten zu besitzen, fing er an zu „Blitzen“ und stellte
dabei Material ein. Der so zu Vorteil gelangte Strebel ließ nichts mehr anbrennen und
verwertete sicher seinen Vorteil. Somit endete das Lokalderby mit 4:4. Während Schott damit
endgültig keine Aufstiegschancen mehr besitzt, haben sich die Schachfreunde im Kampf gegen
den Abstieg etwas Luft verschaffen können.
23.04.1999
Nach einem spannenden Spielverlauf hat die 1. Mannschaft der Schachfreunde Mainz am
Wochenende nur denkbar knapp den Aufstieg in die 2. Bundesliga verpaßt. Die letzte Runde in
der Oberliga Südwest war von vielen Beobachtern mit Spannung erwartet worden, da nicht
weniger als fünf Mannschaften noch die Chance besaßen, den Kampf um den Aufstieg für sich
zu entscheiden. Die Schachfreunde erwarteten zum Saisonfinale die Gäste aus Illingen zu
einem Heimkampf. Illingen trat zu diesem Vergleich in Bestbesetzung an, da dem
saarländischen Vertreter bei einer Niederlage der Abstieg drohte.
Der Kampf begann recht vielversprechend für die Mainzer, da Bauer (Brett 7) und Elsen (8)
relativ schnell gegen ihre Gegner den vollen Punkt einfahren konnten. Mit dieser 2:0-Führung
ging man in die erste Zeitnotphase, in der Karst (1) und Kiefer (6) ihre Partien verloren,
während Widera (3) sicher seine gute Stellung verwerten konnte. Kurz vor der zweiten
Zeitnotphase überschlugen sich dann die Ereignisse: während Haasler (5) seine Stellung völlig
falsch einschätzte und ein Remisangebot des Gegners ablehnte, nur um wenige Züge später die
Partie aufgeben zu müssen, konnten Münch (2) und Spiegel (4) in remislicher Stellung ihre
Gegner im Endspiel durch einem Trick überlisten und somit den 5:3-Endstand herstellen.
Spiegel schloß durch seinen Sieg die Saison mit unglaublichen 8 von 9 möglichen Punkten ab
und avancierte damit zum erfolgreichsten Spieler der gesamten Oberliga.
Leider reichte dieser Sieg den Mainzern nicht ganz zum Aufstieg in die 2. Bundesliga, da die
mannschaftspunktgleichen Siershahner in der Endabrechnung 3 Brettpunkte mehr auf ihrem
Konto besaßen. Dennoch waren die Spieler der Schachfreunde nicht allzu enttäuscht, da man
sich vor dieser Saison mit einer deutlich verjüngten Mannschaft das Ziel gesetzt hatte, nicht
abzusteigen und der erreichte 2. Tabellenplatz somit eine kleine Sensation darstellt. Zudem
bewahrte man durch den Sieg in der letzten Runde die eigene 2. Mannschaft vor dem Abstieg
aus der 1. Rheinland-Pfalz-Liga, da man mit Illingen einen zusätzlichen saarländischen Verein
in die Landesklasse absteigen ließ, so daß es in den Rheinland-Pfalz-Ligen einen Absteiger
weniger gab.
siehe auch Mannschaftsergebnisse 98/99
Oberliga Südwest
Rheinland-Pfalz-Ligen
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